JuGo - Jugendgottesdienst

Aktuell: "SMS für dich, für mich, für Gott" (JuGo 2009)

"All you need is love" (JuGo 2008)

"Keiner disst so gut wie Du!" (JuGo 2007)

"Get real - Masken ab!" (JuGo 2006)

Weihnachten anders - Erlebnisnacht 2005

"Drogen – legal und illegal – das geht uns alle an!" (JuGo 2005)


Aktuell: "SMS für dich, für mich, für Gott <>< " (JuGo 2009)

Am 25. Januar 09 fand in der Arche ein Jugendgottesdienst zum Thema „SMS für dich, für mich, für Gott“ statt. Er drehte sich um die Kommunikation zwischen Gott und den Menschen mittels Handy. Der ganze Gottesdienst wurde von einer PowerPoint-Präsentation eingerahmt und von den Schokos und Pfarrer Petracca gestaltet. 
Zuerst erklärte Julia, dass man auch Gott anrufen kann, bei Fragen und Zweifel und wenn Hilfe nötig ist. Auch wenn er nicht im Telefonbuch steht, ist er immer erreichbar. Danach gab es ein Interview bei dem die Konfis und andere Gottesdienstbesucher zu ihrer Handynutzung befragt wurden und es stellte sich heraus, dass die meisten ihr Handy brauchen um mit Freunden und Bekannten im Kontakt zu bleiben. 
Natürlich ist es wichtig, dass man sich beim Telefonieren an bestimmte Regeln hält, so auch beim Telefonieren mit Gott. Deshalb wurden die 10 Regeln um mit Gott zu telefonieren im Gottesdienst vorgestellt: Gott ist immer erreichbar, rufe Gott nicht nur über die 110 an und höre beim Telefonieren auch zu und rede nicht nur, sind einige Beispiele daraus.
Mit der Geschichte des Samuel, der viermal von Gott in der Nacht gerufen wird, las Pfarrer Petracca einen typischen „Anruf“ Gottes aus der Bibel vor. Gott zeigt dadurch, dass ihm Samuel wichtig ist, auch die Gottesdienstbesucher sollten in einer Handy-Aktion einer Person zeigen, dass sie ihnen wichtig ist. Es sollte einen SMS an eine nahe stehende Person verschickt werden, in der steht:
Du bist mir wichtig <><
Das Zeichen am Ende ist der Jesus-Smiley, der einen Fisch darstellt (ein Symbol für Jesus) und aus drei spitzen Klammern gebildet wird. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Jugendband gestaltet. 
Zum Schluss gab es einen Handy-Segen und im Anschluss fand ein Pizzaessen für alle Teilnehmer statt. Lecker!
Max

Ablauf des Jugo

Ankommen der Besucher: Powerpoint; Countdown mit SMS-Fotos; Jingel
Eröffnungslied der Band: Groß ist unser Gott
Begrüßung, Votum
Action: Alle lassen ihre Handy klingeln
Text: Handy me
Lied: Blessed be your name
Interview: Wozu brauche ich mein Handy am ehesten?
Lied: Mercy
Anleitung: 10 Regeln mit Gott zu telephonieren
Lesung: 1 Sam 3,1-10
Lied: Etwas in mir
Gebet: Was ich euch wünsche
Handy-Aktion „Du bist wichtig <><“
Lied:Wo ich auch stehe
Vater Unser
Dank
Handy-Segen
Lied:Jesus Christus segne dich
Nachspiel
Abspann:Countdown mit SMS-Fotos

Anleitung: 10 Regeln mit Gott zu telephonieren

Regel 1: Gott ist immer zu sprechen. Sein Apparat kennt kein Besetztzeichen. Sein Menschendienst geht rund um die Uhr.

Regel 2: Wenn du nichts hörst, bist du sicher, die richtige Nummer gewählt zu haben? Oder hast du vielleicht das Telefon nur in die Hand genommen?

Regel 3: Gewöhn dir nicht an, Gott nur über die 110 anzurufen.

Regel 4: Wenn du auf einen Rückruf wartest, nützt dir kein automatischer Anrufbeantworter. Du mußt schon selber dran gehen.

Regel 5: Wenn du mit der Sprache nicht klarkommst, wähle die Sprache des Herzens.

Regel 6: Gott hält dich für sehr wichtig: Als wenn du sein einziger Auslandskorrespondent wärest.

Regel 7: Telefoniere mit Gott nicht nur zu Zeiten des verbilligten Tarifs. Sein Tarif ist immer gebührenfrei, die ganze Woche lang.

Regel 8: Merke: Mit Gott ist auch eine Konferenzschaltung möglich.

Regel 9: Wenn das Gespräch nichts gebracht hat, überlege, ob du nur gesprochen oder auch zugehört hast.

Regel 10: Wenn du telephonierst, konzentriere dich auf das Gespräch und tue nicht 1000 Sachen auf einmal.


"All you need is love" (JuGo 2008)

Am 2. März 08 fand in der Arche ein Jugendgottesdienst zum Thema „All you need is love“ statt. Er drehte sich sowohl um zwischenmenschliche Liebe, als natürlich auch die Liebe von Gott zu den Menschen. Der ganze Gottesdienst wurde von einer PowerPoint-Präsentation eingerahmt und von den Schokos und Pfarrer Petracca gestaltet.
 Zuerst erklärte eine Jugendliche, was Liebe für sie bedeutet und dass es drauf ankommt auch selber den „ersten Schritt“ zu machen und für die Liebe etwas zu riskieren. Danach ging es um Liebesgedichte, einmal um die kurzen Gedichte, die heute per Handy verschickt werden und die man sich im Internet ausdrucken kann. Zum anderen wurde auch klar, dass selbst geschriebene Gedichte beim Partner immer noch auf die größte Zustimmung stoßen. Durch Liebesgedichte kann man auch einer Person die Liebe gestehen, wenn man sich nicht traut es ihr persönlich zu sagen. Über Gedichte kann man auch seinen Liebeskummer ausdrücken. Dies wurde durch das Lied und dem Musikvideo „In God’s Hands“ von Nelly Furtado, einem amerikanischen Superstar, untermalt. Sie beschreibt in dem Lied, wie die Liebe zwischen ihr und ihrem Freund verschwindet, wie sie vergessen daran zu denken, und dass die Liebe aus dem Fenster fliegt, zur Hintertür hinaus, hoch in den Himmel und zurück in Gottes Hände, dort wo sie begann. Die Liebe kommt aus Gottes Händen und nur mit ihr kann man was erreichen, das wird in dem Hohelied nach Paulus, das in dem Gottesdienst gelesen wurde, deutlich, denn dort steht, dass man nur mit der Liebe alles tun kann und dass die Liebe, die stärkste unter Glaube, Liebe und Hoffnung ist.
 Um diese Liebe zum Ausdruck zu bringen, konnte jeder Jugendliche, der da war, einen Satz, den er einer geliebten Person gerne sagen würde, auf einen Zettel schreiben und den Zettel in einem Umschlag auf den Altar legen. Niemand las ihn, nur Gott kennt ihn. Die Umschläge wurden in dem Osterfeuer verbrannt. Danach bekamen alle Besucher als Andenken eine Herzklammer, mit dem Spruch aus dem Hohelied von Paulus:
„Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Am größten aber ist die Liebe.“

Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Jugendband gestaltet. Danach fand ein Pizzaessen für alle Teilnehmer statt.
Max

Ablauf des Jugo

Ankommen der Besucher: Powerpoint; Countdown mit Love-Fotos; Jingel
Eröffnungslied der Band: Groß ist unser Gott
Begrüßung, Votum
Lied: Jesus Ballade
Einführung zu Liebesgedichten
Lyrix Nelly Furtado –In God’s hands
Musikvideo Nelly Furtado –In God’s hands
Lesung Hohelied der Liebe nach Paulus
Instrumentalstück: Knockin `on heaven´s door
Ansprache All you need is love
Lied: Du bist Du
Erklärung der Golden Regel
Aktion Liebesbriefe schreiben
Publikumsattraktion Rote Herzen-Klammern mit Spruch 1 Joh 4,16 verteilen
Lied: Etwas in mir
Vaterunser
Dank
Lied: Gottes guter Segen
Segenskette
Nachspiel


"Keiner disst so gut wie Du!" (JuGo 2007)

Bericht vom Jugendgottesdienst im Rahmen des Bezirks-Konfi-Tages „Keiner disst so gut wie Du!“ am 3. Februar 2007 in St. Michael

„Als ich nach 10 Minuten sah, wie die Kids selbst in den hinteren Reihen ihre Kopfhörer abnahmen und Euch zuhörten, wusste ich: Jetzt habt Ihr sie!“ – So der Bezirksjugendpfarrer Hessenauer in der Sakristei von St. Michael in der Südstadt. - Was geschehen war?
Natürlich Jugendgottesdienst! Die Jugendlichen (Schokos) aus Wichern und Blumhardt waren engagiert worden, für rund 220 Konfirmanden einen fetzigen Gottesdienst zum Auftakt des Bezirkskonfirmandentages zu gestalten.

Thematisch griff der Jugendgottesdienst das gesellschaftlich verbreitete Phänomen des Mobbings auf. In der Jugendsprache wird dies auch „Dissen“ genannt, was die Geringachtung und Ausgrenzung Einzelner zum Ausdruck bringt. Da sich die Konfirmanden den gesamten Nachmittag in Workshops mit den Auswirkungen auf die Opfer befassen würden, machten wir uns im Gottesdienst auf Spurensuche, worin eigentlich der Reiz des „Dissens“ für die Täter besteht.
Kern des Verkündigungsteils war ein Anspiel, in dem ein jugendlicher Täter mit einem Jungen auf dem Schulhof ins Gespräch kommt: Der Täter sonnt sich zunächst in seinem Ruf als „Ober-Disser“. Die Szene löst sich auf und ein Engel streitet mit dem Teufel persönlich über Saulus (den „Christen-Disser“), der sich durch seine Begegnung mit Jesus, seinem Opfer, zum Paulus wandelte. Zurück in der Gegenwart erzählt der Junge dem Täter (Paul), dass er auf einer anderen Schule ständiges Opfer von Mobbing war und wegen der ständigen Quälereien nun in die Klasse von Paul kommt. Paul wird langsam nachdenklich und bietet dem Jungen letztlich seinen Schutz an der neuen Schule an. Im Anschluss gaben die Schokos den Konfirmanden nicht nur etwas Süßes (ein „Schoko“-Bonbon), sondern auch die Goldene Regel mit auf den Weg: "Alles, was ihr für euch von den Menschen erwartet, das tut ihnen auch." (Matt. 7,12).
Für die klasse Live-Musik zeichnete unsere Jugendband mit sechs Liedern wieder verantwortlich, unterstützt durch zwei Älteste aus der Arche.
Armin

Ablauf des Jugo

Ankommen der Besucher: Powerpoint; Countdown mit Disser-Fotos; Jingel
Eröffnungslied der Band: Groß ist unser Gott
Begrüßung, Votum,
Eingangstext Was ist in? Was ist out?
Lied: Jesus Ballade

Publikumsinterview „Warum und wer wird gedisst?“
Anspiel I: Paul – David im Schulhof
Instrumentalstück: Knockin `on heaven´s door
Anspiel II: Teufel & Engel unterhalten sich über den Obderdisser Saulus
Engeltanz
Anspiel III: Paul – David im Schulhof
Lied: Du bist Du
Erklärung der Golden Regel
Publikumsattraktion: Schoko-Bonbons austeilen mit der Goldenen Regel: „Alles, was ihr für euch von den Menschen erwartet, das tut ihnen auch“
Lied: Mercy

Vaterunser
Dank
Lied: Gottes guter Segen
Segenskette
Nachspiel

Anspiel: „Keiner disst so gut wie du!“

Szene 1


Anspieler: Paul (Disser), David (Opfer)
Tatort und -zeit: Neulich auf´m Schulhof


Paul: „Yo, ich bin Paul. Bist neu bei uns in der Klasse hab ich gehört, wo kommst de denn her?

Regieanweisung: David antwortet etwas leiser als Paul und schaut verlegen zu Boden

David: „Hi, ich heiße David ich bin aus der Weststadt. - Hab ich gestern schon in der Klasse erzählt – wo warst Du da eigentlich, ich hab dich noch gar nicht gesehen?“

Paul: „Ach ich hatte kein Bock, - das bringt doch eh nichts hier an der Schule. Was wechselst Du eigentlich mitten im Jahr die Schule, die Weststadt ist doch gleich um die Ecke? Haste `nen Schulverweis kassiert?“

Regieanweisung: David wird sehr verlegen, und will schnell das Thema wechseln

David: „Ähm....nee….das....war weil...das erzähl ich Dir vielleicht mal wann anders. - Aber DU scheinst die Verweise ja richtig zu sammeln! Die anderen in der Klasse mein-ten, Du kommst voll krass!“

Regieanweisung: Paul richtet sich auf, verschränkt die Arme vor der Brust und grinst stolz

Paul: „Es kann nur Einen geben...! – sag mal, was erzählen die denn?“

Regieanweisung: David ist nun schon etwas mutiger

David: „...“ (David zählt einige haarsträubende Disser-Aktionen von Paul auf):
- Klassenbuch verbrannt
- Von 5-Klässlern Schutzgeld verlangt und sie zum Klauen gezwungen
- Fahrradbremsen durchgeschnitten vom Klassenaußenseiter, lag 2 Wochen im Krankenhaus

Band: Instrumentalstück

Szene 2

Anspieler: Teufel, Engel

Regieanweisung: Paul und David treten in Hintergrund, Teufel und Engel treten hervor


Engel: Stop! Da gab es doch diesen anderen Paul. Zur Zeit Jesu. Keiner hat wie er Christen gedisst. Tolles Wort, muß ich mir merken.

Teufel: Quatsch, der hieß Paulus. Und deinen Chef Jesus hat er auch nicht persönlich gekannt. Ihr Engel bringt immer alles durcheinander. Genau genommen hieß er Saulus. Den Saulus habe ich gemocht. Der ging zur Sache. Du hast recht! Das war der krasse Ober-Disser. Das war doch ein religiöser Fanatiker ganz nach meinem Geschmack. Für solche wie ihn, wüsste heute ein paar Terrorgruppen ...

Engel: Zum Glück hat Jesus eingegriffen!

Teufel: Ja, dein Chef ist mir vor Damaskus in die Quere gekommen. So was Ärgerli-ches!

Engel: Hör es dir ruhig noch mal an!

Einspielen: Paulus-RAP


Teufel: Von wegen der Himmel disst nie! Was war denn das für eine Aktion? Paulus war 3 Tage blind!

Engel: Er war vorher schon blind. Wer andere steinigt, ist verblendet. Er begegnete Jesus, den er verfolgte. Er merkte, was er den Verfolgten antat. Er nahm seine Opfer wahr.

Teufel: Papperlapapp! Er hat einfach nur den Namen geändert. Aus Saulus wurde Pau-lus. Mehr war da nicht.

Engel: Doch! Viel, viel mehr! Wer disst, richtet Schaden an. Paulus merkte das plötz-lich. Er begegnete Jesus, seinem Opfer. Er hörte die Stimme dessen, den er verfolgte. Das berühret ihn. Er merkte, was er angerichtet hat. Da hat Paulus sich geändert! Er wollte seinen Schaden gutmachen.

Teufel: Alte Geschicht! Das gibt es doch heute nicht mehr!

Engel: Wieso nicht? Paul muß doch nicht so handeln, wie er es tat. Er ist frei. Er kann auch anders.

Teufel: Ach, immer dieses Licht vom Himmel, Tanz der Engel und die Menschen än-dern sich. Der Paul ist doch Klasse, so wie er ist. Keiner disst so gut wie er!

Engel: Aber es muß nicht so sein: Er könnte auch anders. Vielleicht so, schau noch mal hin.

Engeltanz

Szene 3

Anspieler: Paul (Disser), David (Opfer)

Paul: „Wenn Du mich jetzt schon so gut kennst, dann kannst Du mir eigentlich auch ruhig sagen, warum Du plötzlich auf unsere Schule gehst.“

Regieanweisung: David schaut Paul zornig an, wird langsam immer lauter und aufgeregter

David: „Willst du das wirklich wissen? - Echt jetzt? Also, seit meine Eltern arbeitslos sind haben wir halt kaum noch Kohle. Und ich muss darum immer die alten Klamotten von meinen Brüdern auftragen. In meiner früheren Klasse haben die Starken mich damit immer fertig gemacht:

Regieanweisung: David macht die Typen spöttisch nach

David: Du bist voll Hartz IV! – Hat Dich Deine Mama angezogen? – Hasste die Kla-motten von Ebay? - Und so weiter. Dauernd haben die mich gedisst, meine Schulhefte haben die angezündet und Rasierschaum in die Schultasche gesprüht, zu dritt sind die dauernd auf mich los und so.

Regieanweisung: Paul wird es immer peinlicher

David: Und zu Hause hab ich dann die Prügel gekriegt, weil ich andere Sachen brauch-te. Zum Schluss bin ich einfach nicht mehr in die Schule gegangen. Dann kam ne An-zeige von der Schule und das Jugendamt wollte wissen, warum ich nicht in die Schule gehe. Als ich´s erzählt hab, haben die mich dann zu euch versetzt.

Regieanweisung: David schaut Paul nun herausfordernd an, geht ein wenig in Kampfposition, wartet auf den ersten Schlag. Paul macht aber keine Anstalten sich schlagen zu wollen, lässt die Schultern sinken.

Paul: „Hey David, das tut mir leid. Aber wenn Dich hier einer anmacht, schick ihn ein-fach zu mir, ok? Ich regele dass dann. - Ich schwör!“


Get real - Masken ab! (JuGo 2006)

Bericht vom Jugendgottesdienst (Nachteule Junior): "Get real – Masken ab" am 26. Februar 2006 in der ARCHE

„Jugendgottesdienst? Finde ich gut, das so was angeboten wird!“ So der Pizzabote, als ich etwas schüchtern die ungewohnten Discoklänge aus dem Gottesdienstraum zu erklären versuchte. Die Pizza war als kleine Stärkung für die Jugendlichen und einige unerschrockene Erwachsene gedacht; immerhin fand der Gottesdienst Sonntag abends ab 18:00 statt.

Der fünften Jahreszeit angemessen, hatten die Jugendlichen die Arche mit Ballons und Luftschlangen geschmückt. Theologisch erschlossen hatte sich das Organisationsteam aus Blumhardt- und Wichern-Jugendlichen das Thema „Fasching“ mit der Frage, wo und warum wir Menschen auch sonst Masken tragen.
Die zentrale Botschaft des Gottesdienstes war denn auch, das Gott uns lieb hat, so wie wir wirklich sind! Vor ihm brauchen wir uns nicht mit Masken und Verkleidung zu verstecken.
Verkündet wurde diese Botschaft u.a. mit zwei Sketchen, die extra für diesen Anlass ausgedacht worden waren. Gespielt von Jugendlichen, unserem Ex-Praktikanten Dirk Attenhauser und Pfr. Petracca. Hinreißend war das Duell zwischen Engelchen und Teufelchen um das Selbstbewusstsein eines Mädchens, die Maske fallen zu lassen und zu sein wer sie wirklich ist.
Eingerahmt wurde das Anspiel von einer selbst erstellten professionellen Power-Point-Präsentation (einer Art Dia-Show) und mehreren modernen Musikstücken der Jugendband zum Mitsingen.


Eigens einstudierte Aktionskunst und eine selbst choreogaphierte Tanzeinlage drückten die Beschäftigung der Kids mit dem Gottesdienstthema aus, wozu auch die textkritische Auswahl von aktueller Musik der Jugendlichen gehörte. Nach dem Segen konnten alle, auch die erwachsenen Besucher zu „Saturday Night Fever“ mittanzen (s. Bild).

Dass die Pizza nicht der Anlass zum Dableiben war, wurde deutlich, als sich nach dem Abbau eine kleine spontane Teenyparty anschloss, die letztlich ihren Weg in den Jugendclub fand und zu einer feinen „U-30 Party“ (daher ohne Cocktails...) wuchs – mit noch mehr lauter Musik und Tanz! Die jungen DJs aus Blumhardt wurden natürlich von DJ Pfarrer persönlich eingewiesen... .

„Wann machen wir denn mal wieder einen solchen Gottesdienst?“ – das wurde ich ein paar Tage später gefragt. „Ich weiß nicht, hoffentlich bald!“ war meine Antwort. Was meint Ihr?
Armin

Ablauf des Jugo

Ankommen der Besucher: Powerpoint; Countdown mit Fotos; Jingel: Lied “Real it”
Eröffnungslied der Band: Mercy is falling
Begrüßung, Votum,
Eingangstext „Wer bin ich?“
Lied: Soon and very soon


Actionskunst Vier Ecken (im Raum verteilt): „Wo tragen wir Masken?“
Lied „Nasty girl“ mit Bilder von Masken
Anspiel I: „Get real – Vater und Tochter“
Instrumentalstück: Knockin `on heaven´s door
Anspiel II: „Get real – Teufel & Engel“
Lied: Jesus Ballade
Publikumsattraktion: Masken austeilen mit dem Bibelspruch: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an“
Tanz der zwei Engel; Tanz „ Masken ab“
Text zu den Masken „Get real“
Lied: Gross ist unser Gott

Vaterunser
Dank
Lied: Gottes guter Segen
Segenskette
Abschlusstanz - Alle tanzen zu „Saturday night fever“

Texte und Ansprache

WER BIN ICH?

Einige sagen, ich sei dumm
auf diesem oder jenem Gebiet.
Bei anderen kann ich etwas auf demselben Gebiet.



Einige sagen, ich sei freundlich.
Andere mögen mich nicht.
Ich habe Freunde;
und andere sind gegen mich.
In der Schule bin ich anders als zu Hause.
Bei Freunden anders als alleine.
Manche halten mich für mutig und selbstsicher.
Ich selbst weiß aber,
dass ich oft Angst habe und unsicher bin.

Wer bin ich denn wirklich?
Wer war ich gestern?
Wer werde ich morgen sein?


Es gibt manchmal einen Menschen, der mich versteht.
Dann brauche ich nicht mehr zu fragen: »Wer bin ich?«

Gott ist wie einer, der mich versteht.
Ich glaube, Gott weiß, wer ich bin!

Text zu den Masken „Get real“

Auf euren Masken steht der Bibelspruch: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an“ (1 Sam 16,7). Es geht darum, dass die Menschen euch mit euren Masken sehen, aber dass Gott euer Herz sieht. Gott liebt uns so wie wir sind und macht seine Liebe nicht von unserem Aussehen abhängig. Deshalb bitte ich euch jetzt die Mas-ken abzusetzen, weil ihr es als geliebte Kinder Gottes nicht nötig habt, solche Masken zu tragen.

Anspiel I „Get real – Vater und Tochter“


Auftritt Tochter (Lilly)

Die Tochter steht vor dem Spiegel und zieht sich ihre szenetypischen Klamotten an, tanzt ein wenig rum, schaut immer wieder mit verschiedener Mimik in den Spiegel, versucht dabei „verführerisch“ auszuschauen, dabei spielt laut Hip Hop Musik.

Vater (Old George): (Aus dem Off, laut!:) „Stell endlich diesen gott-losen Sound ab, ich kann ja meine eigenen Gedanken nicht mehr verstehen!“ .
Die Tochter dreht die Musik missmutig ab, blickt noch mal in den Spiegel und sagt laut zu sich selbst etwas in der Art:
Tochter „Noch etwas heißer und du brennst“ . (Jedenfalls soll es lustig sein, wem was einfällt, melden)

Auftritt Vater
Vater: Mensch, Mädchen, wie soll ich arbeiten bei dem Lärm, das muss doch auch leiser gehen. - Meine Güte, wie siehst Du denn schon wieder aus, willst Du etwa so zu deinen Freundinnen?

Tochter: Ohh, vergiss die doch mal– was meinst Du, sehe ich so cool aus? (Tochter checkt sich noch mal den Spiegel)

Vater: Sag mal, was haste nur dauernd mit deinem Aussehen. Du siehst natürlich super aus – bei dem Vater! (Vater macht eine selbsterklärende Geste und lächelt zufrieden).

Tochter: Jetzt sei doch einmal ernst! Was meinst Du, kann ich so mit einem Jungen auf die Faschingsparty, oder soll ich mich doch richtig verkleiden?“ (Skeptisch) „Ich wüsste allerdings nicht wie!“

Vater: „Hmm – also ich finde es ok so.“ (und schaut sich seine Tochter noch mal genauer an, zupft einen Staubflusen weg, oder guckt in den Kragen, ob der auch sauber ist).

Vater: „Ich sag Dir mal was: ich hab Dich jedenfalls lieb, wie du bist! (nickt dazu bestä-tigend)– Aber putz Dir zur Sicherheit mal noch die Zähne – Mundgeruch ist echt tödlich für jede Beziehung.“

Tochter: (Laut:) Im Konfi -Unterricht hat der Pfarrer das auch gesagt.


Vater: (zweifelnd) „Das Du Mundgeruch hast?“

Tochter: (Kopfschüttelnd): „Nee, er hat gemeint, das Gott uns auch ohne Verkleidung, Masken und so ´n Zeug lieb hat, so wie wir sind, - vielleicht ja sogar mit Mundgeruch. – Aber erklär das mal einem Jungen. Einem Jungen, das auch noch 3 Jahre älter ist, als ich...(Schultern hängen runter)“

Tochter: (Halblaut zu sich selbst) „Ich hab nur Angst, er findet, das ich nicht stark genug aussehe.“

Vater (auch halblaut, halb abgewendet): „...und ich kann es hoffen...!“

Vater: „Mein Tipp wäre ja, das Du ihn einfach was erzählen lässt. Jungs lieben es sich reden zu hören und zeig ihm nicht zu genau wie sehr Du ihn magst. Der soll ruhig ein wenig leiden, musste ich schließlich auch...“
(Vater schaut nun in den Spiegel, rückt seinen Kragen richtig, geht sich mit den Fingern durch die Haare, er scheint zu mögen, was er sieht.)

Vater: „Du bist übrigens nicht die Einzige mit einem Date, ich gehe heute Abend auf die Ü30 Party in der Arche – was meinst Du, sieht Dein Vater noch cool genug aus, ne Frau auszuführen?“

Tochter: (mit der Wahrheit ringend) „Papa....sieh´s ein – Du bist.......... alt!
Versteh mich nicht falsch, aber Du brauchst dich nicht irgendwie verkleiden, oder ne Show abzuziehen um an jemand ran zukommen. Du bist ein super netter Typ und ein pri-ma Papa, auch wenn Mama jetzt nicht mehr da ist. Get Real, Papa, nimm einfach die Maske ab und trau Dich“ – (jetzt grinsend) „Aber bitte check diesmal vorher ab, ob die wenigstens ab und zu mal kochen kann, deine Tiefkühlpizzas und Dosenravioli kann ich jedenfalls bald nicht mehr ab!“

Vater:„Das sagt ja die Richtige...“

Tochter: Tochter knufft ihren Papa in den Magen und sagt ernst: „Du machst das schon, Papa!“ (zieht ihre Jacke an und geht von der Bühne).
Der Vater schaut seiner Tochter angerührt nach und reibt sich die Stelle liebevoll, wo sei-ne Tochter ihn geknufft hat

Der Vater dreht die Musik laut an, diesmal irgend einen alten Schinken (Santana) und checkt sich im Spiegel, lacht dann kopfschüttelnd über sich selbst. Er dreht die Musik wieder ab und sagt „Noch etwas heißer und du brennst!“ Und geht auch ab. (Licht aus.)

Anspiel II “Get real – Teufel & Engel”

(freies Spiel; im Folgenden nur Stichworte):

Auftritt: Teufel und Engel. Lilly sitzt auf dem Stuhl. Von der einen Seiten flüstert ihr der Teufel zu, von der anderen der Engel.


Teufel: Get real? - Papperlapp! Old George hat mir dagegen gut gefallen: Lilly soll die Jungs leiden lassen. Sie soll die Maske der Unnahbarkeit und der kalten Schönheit anziehen!

Engel: Old George hat einen schlechten Tipp gegeben, weil er in seiner Jugend selbst enttäuscht wurde, hat er Angst verletzlich zu sein. Diese Angst überträgt er auf Lilly.

Teufel: Genug, der Psychologie! Ich bin der König der Masken. Show ist alles! Und: Cool sein ist geil!

Engel: Die wahre Show bringe ich. Bei der Geburt des Messias z.B., mit den himmlischen Engelsheer! Soviel Licht bringst du nie!

Teufel: Genug, der Theologie! Schaut Euch doch mal die Lilly an. Die kriegt doch niemals einen Jungen, wenn sie Mundgeruch hat, oder gar Schweißfüße. Wer mag die denn schon ohne Masken? Und Lilly weiß das, daher hat sie Angst ,so zu sein, wie sie ist. Sie weiß, wenn sie sich so zeigt, wie sie ist, dann denken alle: Lilly, die Oberzicke!

Engel segnet Lilly: Fürchte dich nicht! Jeder hat Fehler. Du darfst zu ihnen stehen, denn Gott liebt dich, so wie du bist.

Teufel: Lilly, du kennst doch am besten deine Fehler und Schwächen. Und die kleinen Geheimnisse, die niemand kennen darf! Sei ein mal ehrlich zu dir: In Wirklichkeit ist es doch so: Du kannst dich doch selbst nicht ausstehen!

Engel: Lilly, Gott liebt dich. Du bist sein geliebtes Kind. Aus diesem Grund kannst du dich auch selbst akzeptieren und lieben.

Engel liest ihr eine himmlische Botschaft vor:
Wo du geliebt wirst, kannst du getrost alle Masken ablegen,
darfst da dich frei und ganz offen bewegen.
Wo du geliebt wirst, zählst du nicht nur als Artist
wo du geliebt wirst, darfst du so sein, wie du bist

Wo du geliebt wirst. mußt du nicht immer nur lachen,
darfst du es wagen, auch traurig zu sein.
Wo du geliebt wirst, darfst du auch Fehler machen,
und du bist trotzdem nicht häßlich und klein.

Wo du geliebt wirst, darfst du auch Schwächen zeigen
oder den fehlenden Mut, brauchst du die Ängste
nicht zu verschweigen. wie das der Furchtsame tut.

Wo du geliebt wirst, darfst du auch Sehnsüchte haben,
manchmal ein Träumender sein. und für Versäumnisse,
fehlende Gaben räumt man dir mildernde Umstände ein.
Wo du geliebt wirst, brauchst du nicht ständig zu fragen
nach dem vermeintlichen Preis. Du wirst von der Liebe
getragen. wenn auch unmerklich und leis.


Teufel hält ihr eine Maske hin. Der Engel die himmlische Botschaft. Lilly soll wählen.

Lilly wählt die Engelsbotschaft und jagt den Teufel zurück zur Hölle.



"Drogen – legal und illegal – das geht uns alle an!" (JuGo 2005)

Seit einem Jahrzehnt gab es in der Arche keinen Jugendgottesdienst mehr, am 27. Februar 2005 fand zum ersten Mal wieder einer statt. Über 50 Jugendliche waren um 18 Uhr in die Arche gekommen, meist aus Kirchheim, einzelne auch aus Schwetzingen, Sandhausen und Handschuhsheim, hinzukam einige Erwachsene. Der Nachteule junior war speziell für Jugendliche, für die passende Pop-Musik sorgte daher die Jugendband. Im Anschluß an den Gottesdienst war ein kleiner Pizza-Imbiß angekündigt, tatsächlich wurden 7 Party-Pizzas verspeist...
Das Thema des Gottesdienstes war „Drogen – legal und illegal – das geht uns alle an!“ Er war von den Schokos zusammen mit Jugendleitern und dem Pfarrer vorbereitet worden. Texte und ein Filmausschnitt drehten sich um Sucht und die Frage ,Wie kommt man dazu, Drogen zu nehmen?’ Ein Arzt, Dr. Martin Krumnau-Holz, erläuterte die körperlichen, psychischen und sozialen Folgen der Sucht, wobei er nicht nur illegale Drogen im Blick hatte, sondern auch legale wie etwa Alkohol.
Großen Eindruck hinterließen bei den Jugendlichen der Heroin-Psalm, der Psalm 23 nachgebildet ist und in der Hand eines an einer Überdosis gestorbenen Jugendlichen in New York gefunden wurde. Die Jugendleiterin Britta erläuterte in ihrer Ansprache: ,Sucht – das kommt von Suchen. Man sucht das, was man ersehnt, was man sehn-süchtig erhofft. Sehnsucht ist also auch eine Sucht. Aber es gibt ein gesundes Sehnen und eine krankhafte Form der Sehn-Sucht. Sucht, das ist eine krankhafte Form der Suche. In der Sucht dreht sich alles nur um das Gesuchte. Man dreht sich auf dieser Suche im Kreis, kommt nicht zum Ziel, findet nicht das, was man eigentlich sucht. Nämlich Geborgenheit und Zuversicht. Gott sucht uns, wie der Hirte seine verlorenen Schafe. Wir können darauf vertrauen, dass Gott bei uns ist.’ 
Herzlichen Dank bei den vielen, die diesen Gottesdienst mitgestaltet haben! Nach dem vollen Erfolg wird es kein Jahrzehnt dauern bis zum nächsten Jugendgottesdienst...

Ablauf des Jugo

Jingle (LSD von den Beatles)
Begrüßung
Eingangsgebet
Band: Instrumentalmusik

Text: Wie kommt man dazu, Drogen zu nehmen?
Bericht eines Arztes: Folgen des Drogenkonsums
Filmausschnitt „XTC“ (Der Fall Bianca 14:04-16:17)
Band: Instrumentalmusik
Text: König Heroin
Band: Instrumentalmusik
Interpretation von ,König Heroin’

Lied: Mercy is falling
Lesung: Psalm 23
Ansprache
Lied: Herr deine Liebe

Info: Wohin kann mach sich bei Sucht wenden?
Fürbitten
Vater unser
Segen
Lied: Vergiss es nie

Texte und Ansprache

König Heroin

König Heroin ist mein Hirt, mir wird alles mangeln.
Er führt mich in die Gosse und an stinkende Wasser.
Er verwüstet meine Seele.
Er leitet mich auf den Spuren des Verderbens durch meine Sucht.
Ich wandere durch ein Tal tiefster Armut, und tue alles Böse, denn du bist bei mir, König Heroin.
Deine Nadel und Spritze, sie trösten mich.
Du nimmst mir das Essen vor den Augen derer, die mich lieb haben
und nimmst meinem Kopf den Verstand.
Mein Becher fließt über von Elend.
Ja, Heroinsucht wird mir folgen mein Leben lang!
Ich werde bleiben im Hause der Verdammten für immer!

Ansprache (Britta Pattay)

Liebe Jugendliche,
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal...
jeder von uns wird sich schon so gefühlt haben: Allein zu sein, im Finstern, kein Licht in Sicht. Die Probleme und Sorgen türmen sich an den Seiten auf wie Mauern, sie lassen kein Licht durch, keine Aussicht auf Hilfe. Ob es um Sorgen in der Schule geht, um Ärger mit den Eltern oder Freunden ist dabei egal. Das Gefühl alleine zu sein, keine Perspektive zu haben und einfach zu verzweifeln ken-nen wir sicher alle.
Das Gefühl kannte auch der Jugendliche in New York, dessen Text wir gerade gehört haben.. Wir wissen nicht viel von ihm: Wir wissen nicht, wie sein Leben aussah, worüber er sich Sorgen machte und wovor er Angst hatte. Als er auf einer Treppe eines Abbruchhauses in Harlem tot aufgefunden wurde, steckte die Heroinspritze noch in seinem Arm. Er ist an einer Überdosis Heroin gestorben. In seiner Jackentasche wurde ein Zettel mit diesem Text, den wir gerade gehört haben, gefunden. Dem können wir entnehmen, dass auch er sich wie in einem tiefen Tal fühlte. Wir wissen nicht, wie dieser Junge zum Heroin gekommen ist, aber wir wissen, dass er darin Trost und Hilfe gesucht hat.
Den Text hat er dem Psalm 23 nachgedichtet, den wir gerade gehört haben. In diesem Psalm geht es genau darum: um Hilfe in Not, darum, Zuversicht zu erlangen, zu spüren, im tiefen, finstern Tal nicht allein gelassen zu sein. Der Vers „und ob ich schon wanderte im finstern Tal“ geht weiter: Vollständig heißt es: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn dein Stecken und Stab trösten mich.“ Damit drücken Beter des Psalms und wir, wenn wir ihn spre-chen unser Vertrauen auf Gott aus und die Zuversicht dass alles einen guten Ausgang findet.
Gott ist für den Sprecher des Psalms wie ein Hirte, der auf uns, seine Schafe aufpasst und sie vor Gefahren beschützt. Der gute Hirte gibt seinen Schafen Nahrung und Schutz, er sucht seine verlore-nen Schafe und weist ihnen den richtigen, den guten Weg. Er zeigt uns den Weg aus Sorgen und Nöten heraus. Der Weg aus der Verzweiflung muss nicht wie bei dem Jugendlichen aus New York und vielen anderen Menschen hin zu Drogen führen. Der Weg aus der Verzweiflung den Gott uns weist ist beschützt. Er führt zu Gott wenn wir uns darauf einlassen. Der Psalmbeter ist zuversicht-lich, dass Gott bei uns sein wird, und er bleiben wird im Hause des Herrn immerdar. Dass er bei Gott Heimat findet, dort seine Sorgen loswerden kann und dass er bei Gott Gutes erfährt.
Der Jugendliche aus New York war Heroinsüchtig. Sucht – das kommt von Suchen. Der Jugendli-che hat Trost und Hilfe gesucht. Man sucht, um etwas zu finden, was man gerne hätte. Man sucht das, was man ersehnt, was man sehn-süchtig erhofft. Sehnsucht ist also auch eine Sucht. Aber es gibt ein gesundes Sehnen und eine krankhafte Form der Sehn-Sucht. Sucht, das ist eine krankhafte Form der Suche. In der Sucht dreht sich alles nur um das Gesuchte. Man dreht sich auf dieser Suche im Kreis, kommt nicht zum Ziel, findet nicht das, was man eigentlich sucht. Nämlich Geborgenheit und Zuversicht. Gott sucht uns, wie der Hirte seine verlorenen Schafe. Wir können darauf vertrau-en, dass Gott bei uns ist. Wir können uns darauf verlassen, dass wir nicht alleine sind, egal wir sehr uns auch unsere Sorgen und Nöte zu erdrücken scheinen. Denn Gottes Sohn spricht zu uns, er ruft uns, wenn er uns sucht: Kommt her zu mir alle die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch er-quicken. Wenn wir daran glauben werden wir es spüren. Denn auch im finstern Tal, in sorgenvollen Situationen sind wir nicht alleine. Gottes Hirtenstab gibt uns Halt wenn wir ihn nur ergreifen. Manchmal aber reicht es auch dazu nicht mehr: zum Ergreifen, zum Rufen nach Hilfe. Manchmal müssen wir ergriffen und aufgerichtet werden.
Wir können dann von Gottes Wort ergriffen werden. Wenn wir versuchen, dass Wort Gottes zu hören, werden wir merken, dass Gott uns Mitmenschen an die Seite gegeben hat. Menschen, die für uns da sind, mit denen wir reden können, die uns tröstend in die Arme nehmen. Wir werden mer-ken, dass uns diese Gemeinschaft schützt und stützt.
Auch im Gebet zu Gott, können wir seine Nähe spüren, können wir uns auf die Suche zu ihm ma-chen. So wie der Beter des 23. Psalms. Wir können mit vorgegeben Worten beten, wir können Gott aber auch nur mit einem Hilferuf nahe sein und seine Nähe spüren. Wenn wir beten, können wir Gott alle unsere Sorgen erzählen. Wir werden merken, dass es hilft, dass es befreit über unsere Pro-bleme zu sprechen und spüren, dass wir nicht alleine sind, sondern dass Gott bei uns ist.
Manchmal glauben wir dennoch, verloren zu sein. Wenn wir dann in solchen Situationen Gott su-chen, versuchen Hilfe bei ihm und unseren Mitmenschen zu finden und auf Gottes Zusage zu hören und sie für uns anzunehmen, dann werden wir einen Weg in die Zuversicht finden. Denn Gott ver-spricht uns durch Jesus Christus: Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.
Wenn wir diese Zusage hören, spüren wir, dass wir nicht alleine sind. Und dieses Wissen gibt uns Kraft unsere Probleme wirklich zu lösen und nicht nur im Drogenrausch zu betäuben, weil das auf den ersten Blick leichter ist. Für den Moment trösten Nadel und Spritze, wie der Jugendliche aus New York schreibt. Für den Moment scheint Hilfe in ihnen zu liegen. Aber wenn die Wirkung der Droge nachlässt, lässt auch ihre betäubende Wirkung nach. Die Probleme scheinen größer als zuvor, Kraft zu schöpfen um sie zu bewältigen fällt immer schwerer. Mit jedem Mal der Betäubung durch die Droge fällt es schwerer und mit jedem Mal muss die Dosis erhöht werden, um die gleiche Wir-kung zu erzielen. Wenn wir die Zusage „Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt“ hö-ren, spüren und wissen wir, dass wir nicht alleine sind. Und dieses Wissen gibt uns Kraft den Glau-ben und die Zuversicht an andere weiter zu geben, die sich hilflos und alleine fühlen.

Info: Wohin kann mach sich bei Sucht wenden?

Adressen für Drogenberatung in Heidelberg
· Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle der Ev. Stadtmission Heidelberg; Plöck 16-18, 69117 Heidelberg, Telefon: 06221-149820, Fax: 06221-149829; eMail info@psbhd.stadtmission-hd.de, www.stadtmission-hd.de
· Arbeitsgemeinschaft Drogen e.V., Drogenberatung/Psychosoziale Beratungsstelle; Theaterstr. 9, 69117 Heidelberg, Tel. + Fax (06221) 23 43 2

Segen

Gott segne dich auf allen deinen Wegen.
Er mache deine Dunkelheit hell
und lasse dein Leben in neuem Licht glänzen.
Er löse deine Fesseln und führe dich in die verheißene Freiheit.
Er reiße dich aus der Tiefe deiner Angst
und führe dich hinauf in die Höhe der Geborgenheit.
Er befreie dich aus deinen Zwängen des Alltags
und lasse dich zum Himmel schweben.
Dazu segne dich und uns alle der gute Gott:
Der Vater, Sohn und Heilige Geist.


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